Kniegelenk

Funktionelle Beschwerden

Die Bewegungsabläufe im Knie werden durch mehrere Gelenkanteile umgesetzt (femorotibial, femoropatellar und tibiofibular). Die Inkongruenz des eigentlichen Kniegelenkes wird durch Menisci ausgeglichen. Die Gelenkstabilisierung ist nur durch eine ausreichende Koordination der gelenkstabilisierenden Muskulatur (M. quadriceps femoris, ischiocrurale Muskulatur, M. tensor fasciae latae) und zusätzlich passiv über die Kollateralbänder und Kreuzbänder möglich. Eine gute Stabilität wird im Stand durch die normal verlaufende Beinachse vom Hüftkopf zum Sprunggelenk durch die Eminentia intercondylaris angezeigt. Eine Abweichung in Richtung Varisierung (x-Bein) zeugt von einem übermäßig aktiven Vastus medialis (z. B. Fußballspieler) während die Valgisierung (O-Bein) meist Hinweis für eher geringe Stabilität des Kniegelenkes ist.


Fehlstellungen der Kniescheibe im Sinne einer Lateralisierung und Kranialisierung sind Folge der Hemmung des Vastus medialis und Verspannung/Verkürzung M. rectus femoris.

 

Morphologische Beschwerden

 

Beschwerden im Kniegelenk sind häufig auf entzündliche Veränderungen mit Kniegelenkserguss zurückzuführen. Neben dem relativ seltenen Kniegelenksempyem als eitrige Arthritis mit akuter Schmerzsymptomatik und Funktionsverlust können seröse Ergüsse (Hydrops) auf Überbelastung, Verletzungen und Verschleißerscheinungen hin- weisen. Der blutige Gelenkerguss (Hämarthros) muss als ernst zu nehmender Hinweis auf eine Kniebinnenverletzung gewertet werden (DD: Blutung bei Antikoagulanzientherapie).

Häufige Kniegelenksbeschwerden bei Jugendlichen wie auch Erwachsenen sind auf ein retropatellares Syndrom bzw. femuropatellares Schmerzsyndrom zurückzuführen. Die Schmerzen im Bereich der Patella sind häufig mit Knorpelveränderungen im Retropatellargelenk (Chondromalacia patellae) verbunden. Neben Überlastungen (Mikrotraumatisierung) und Knorpelkontusionen (Trauma) sind hier auch muskuläre Imbalancen, z. B. Insuffizienz des M. vastus medialis, weniger Formvarianten der Patella als Ursache an- zusehen.

Varus- oder Valgus-Fehlstellung im Kniegelenk gilt als Präarthrose einer späteren Gonarthrose. Das Gleiche gilt für traumatische oder degenerative Meniskusveränderungen sowie Bänderverletzungen, die über eine Reizung der Synovitis und Instabilitäten degenerative Veränderungen hervorrufen.

 

J. Schröder

Orthopäde, Unfallchirurg

Gelenkchrurgie, Endoprothetik, Arthroskopie, zertifizierte und spezielle Fußchirurgie

 

Frankfurt am Main

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